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Selbstbehalt einfach erklärt: Das zahlst du wirklich selbst

Was ist ein Selbstbehalt, welche Varianten gibt es (fix, prozentuell, je Ereignis) und wie wirkt er sich bei kleinen Schäden aus? Mit Praxis-Tipps.

Worauf es ankommt

Der Selbstbehalt ist der Teil des Schadens, den du selbst trägst — pro Versicherungsfall, fix oder prozentuell. Er steht in der Polizze bzw. im Bedingungswerk und wird vor der Auszahlung abgezogen. Bei kleinen Schäden kann er dazu führen, dass wirtschaftlich nichts übrig bleibt.

Typische Streitpunkte

Diskussionen entstehen, wenn mehrere Schäden als ein oder mehrere Versicherungsfälle gewertet werden (der Selbstbehalt fällt dann einmal oder mehrfach an), wenn Sublimits und Selbstbehalt zusammentreffen oder wenn unklar ist, auf welche Position sich der Selbstbehalt bezieht.

Rechenbeispiel

Reparatur 1.228 Euro, Selbstbehalt 490 Euro: ausbezahlt werden 738 Euro — so geschehen in einem dokumentierten Kasko-Fall unseres Archivs. Ob sich eine Meldung lohnt, hängt daneben auch von möglichen Prämienfolgen ab.

So findest du es für deinen Fall heraus

gedeckt liest Selbstbehalte, Sublimits und Entschädigungsgrenzen direkt aus deiner Polizze und rechnet sie in die Ersteinschätzung ein — du siehst sofort, was im Ernstfall übrig bleibt.

Ist dein Fall gedeckt? Finde es heraus.

Schildere, was passiert ist, und lade deine Polizze hoch (Foto genügt) — gedeckt prüft gegen das Original-Bedingungswerk deines Versicherers und liefert eine begründete Ersteinschätzung mit Fundstelle.

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Häufige Fragen

Gilt der Selbstbehalt pro Jahr oder pro Schaden?

In der Regel pro Versicherungsfall — mehrere getrennte Ereignisse bedeuten mehrfachen Selbstbehalt.

Kann der Selbstbehalt höher sein als der Schaden?

Ja. Liegt der Schaden unter dem Selbstbehalt, gibt es keine Auszahlung.

Lohnt sich ein Tarif ohne Selbstbehalt?

Das ist eine Prämienfrage: weniger Selbstbehalt heißt meist höhere Prämie. Wichtig ist, die Grenzen des eigenen Vertrags zu kennen.

Passende Fälle aus dem Archiv

Alle 50 Fälle im Fall-Archiv →

Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Deckungsfragen entscheidet immer der konkrete Vertragstext — die gedeckt-Ampel ist eine dokumentengestützte Ersteinschätzung mit Quellenzitaten, keine Rechtsberatung.